Zur Hauptnavigation springenZum Hauptinhalt springen

Kreativer Vorschlag für den Schutz von Welpen

ÖDP-Kreisvorsitzende Gabriela Schimmer-Göresz erinnert Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis Neu-Ulm an den Koalitionsvertrag: Heimtierhandel im Internet verbieten und Verstöße wirksam bestrafen

„Was beim Drogenhandel gang und gäbe ist, sollte auch illegalen Welpenhändlern drohen: „Auto futsch“ verlangt die ÖDP-Kreisvorsitzende Gabriela Schimmer-Göresz in einem Brief an die Bundestagsabgeordneten im Wahlkreis Neu-Ulm, zu dem auch der Landkreis Günzburg gehört,  Karl-Heinz Brunner und Dr. Georg Nüsslein. Der Wunsch nach Haustieren ist während der Pandemie stark angestiegen. Doch eine Bestellung im Internet sorgt oft für großes Tierleid. „Was ist aus dem Versprechen der Koalition geworden, gegen den Heimtierhandel im Internet und gegen den illegalen Welpenhandel vorzugehen“, will Schimmer-Göresz von den heimischen Abgeordneten von SPD und CSU wissen.

„Vorschläge für konkrete Maßnahmen bis hin zu Verboten“ haben die Regierungsparteien eigentlich in ihrem Koalitionsvertag vereinbart, um den Tierschutz zu verbessern. „Was ist bisher geschehen und was haben Sie noch bis zum Ende der Legislaturperiode im Herbst vor?“ erkundigt sich die ÖDP-Kreisvorsitzende.

Derzeit wird der illegale Internethandel mit jungen Hunden - oft aus fürchterlichen sog. Hinterhofzuchten in Südosteuropa stammend - angeheizt, weil seriöse, gesetzestreue Züchter im Inland die Nachfrage nicht mehr decken können und Tierheime in der Regel oft nur erwachsene Tiere vermitteln können. Immer häufiger werden kranke, ungeimpfte und viel zu früh von der Mutter getrennte Welpen zusammengepfercht gerade auch an den bayerischen Grenzen aufgegriffen. In den kommunalen Haushalten zeigen sich zudem seit Jahren steigende Aufwendungen für die tierärztliche Versorgung aufgegriffener Jungtiere. „Wir haben dringenden Handlungsbedarf“ stellt Schimmer-Göresz fest „und zwar auch bei der Verschärfung der Strafen.“ Die Gewinne im illegalen Welpenhandel seien so hoch, dass die üblichen Geldstrafen nicht abschrecken. Ein Einzug des benutzen Fahrzeuges wäre ein wirksameres Mittel, um Tätern das tierquälerische Handwerk zu legen.