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ÖDP packt an - Gemeinsames Müllsammeln

Nach dem Motto "Machen ist wie Wollen, nur viel krasser" haben Mitglieder des ÖDP-Kreisverbandes Günzburg sich in kleinen Gruppen unter die „Aufheber“ begeben.

Das Ergebnis sei jeweils erschütternd gewesen, so ÖDP-Kreisvorsitzende Gabriela Schimmer-Göresz. „Offensichtlich leidet die Gesellschaft unter Wohlstandsverwahrlosung, Bequemlichkeit und Gedankenlosigkeit“. Dabei handle es sich nicht um eine zu vernachlässigende Kleinigkeit, sondern um ein ernsthaftes Problem, dem sich die Politik dringend annehmen müsse. Dem mangelnden Bewusstsein ist mit Aufklärung zu begegnen, mit einer verbesserten Gesetzgebung und Produktgestaltung sowie letztlich leider auch mit drakonischen Strafen, wenn Appelle nichts nützen.

Landet Kleinstmüll wie Kronkorken oder Zigarettenkippen in unseren Gewässern ist dies besonders tückisch: Aus den Zigarettenstummeln lösen sich die unterschiedlichsten Chemikalien und Giftstoffe, verseuchen das Wasser und töten Kleinstlebewesen oder Fische. „Leider meinen immer noch viel zu viele Menschen, eine Zigarettenkippe bestünde nur noch aus „harmlosen“ Resten wie etwas Papier und Filter, die doch in der Natur verrotten könnten. Hier gilt es also weiter am Ball zu bleiben, um das Bewusstsein dafür zu schärfen, welch fatalen Folgen achtlos weggeworfene Tabakreste haben“, so Schimmer-Göresz. Je nach Witterung, Bodenbeschaffenheit und Temperatur dauere der Abbauprozess eines Zigarettenstummels im Wald ca. 10 Jahre, der einer Plastiktüte ca. 20 Jahre, einer PET-Flasche ca. 450 Jahre und eines Autoreifens ca. 2.000 Jahre. Diese Kenntnis müsse in die Köpfe, damit achtlos weggeworfener Müll bald der Vergangenheit angehört.

„Da sich Kunststoff nicht abbaut, sondern sich in immer kleinere Teile zersetzt, leiden Pflanzen und Tiere unter unserem Müll. Fische und Vögel halten winzige Kunststoffteile für Futter, was tödliche Folgen haben kann. Umso wichtiger ist es, dass beim Einkauf bewusst auf Produkte ohne Kunststoffverpackung gesetzt und der anfallende Müll fachgerecht getrennt und recycelt. Kunststoff- und Aluverpackungen gehören in die gelbe Tonne, in Container oder auf den Wertstoffhof, nicht in die Natur!“ Die Abfallwirtschaft im Landkreis Günzburg bietet vielfältige Möglichkeiten.

Selbst die Jüngsten waren mit Feuereifer dabei. Die Aktion soll fortgesetzt werden.

 

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